TSV Korbach  | Handball

Bezirksoberliga Männer: HSG Lohfelden/Vollmarshausen – TSV Korbach 23:23 (8:15)

Drei Spieltage hat es nach der Weihnachtspause gedauert – und die Korbacher haben ihre gute Ausgangsposition weggeworfen. Und bei Aufsteiger Lohfelden war das schon fast wörtlich zu nehmen, denn wie der nun entthronte Tabellenführer in den letzten zehn Minuten einen 22:16-Vorsprung aus der Hand gab, war schon – im negativen Sinne – bemerkenswert. Die Gastgeber holten Tor um Tor auf, während Korbach im Angriff komplett die Linie verlor, hektisch und fehlerbehaftet spielte.
„Das haben wir uns alles selber zuzuschreiben“, wählte Trainer Harald Meißner ungewohnt kritische Worte. Höhepunkt die letzten Sekunden: Beim 23:22 verlor Korbach erneut den Ball, Simon Riedesel wollte auf Höhe der Mittellinie den Angriff der Gastgeber unterbinden und riss einen Gegenspieler um. Die Folge: Rote Karte und ein Siebenmeter für Lohfelden. „Die Regel besagt nun mal, dass so etwas in den letzten 30 Sekunden immer mit Siebenmeter bestraft wird“, war für Meißner die Entscheidung richtig. Fabian Hörder ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte das für Lohfelden kaum noch möglich gehaltene 23:23.
40 Minuten zuvor sah nichts danach aus, als ob Lohfelden auch nur in die Nähe eines Punktgewinns kommen sollte. Korbach dominierte, spielte eine gute Abwehr und auch der Angriff lief ordentlich. Über ein 6:1 baute der TSV den Vorsprung auf 15:8 zur Pause aus. Und auch beim 22:15 (50.) durch Malte Urban sah alles nach einem Erfolg der Gäste aus.
Doch es sollte anders kommen. Meißner musste zugeben: „Mit einem schlag war alles weg. Wenn das Spiel länger gedauert hätte, hätten wir wahrscheinlich sogar verloren.“ Und weiter: „Es fehlten der Willen und der Elan. Das war schlafmützig.“

Tore für Korbach: Wilke 1, Urban 3, Riedesel 4, Wrzosek 3, Altay 2, Westmeier 7, Alscher 3.  tsp

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Spohr
HNA Hessische/Niedersächsische Allgemeine

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Redaktion Sport
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