TSV Korbach  | Handball

Landesliga: Weibliche B-Jugend – TV Hüttenberg 21:24 (07:10)

Nach der Auftaktniederlage in Wettenberg wollten wir unser erstes Heimspiel siegreich gestalten. Doch mit dem TV Hüttenberg erwarteten wir einen schweren Gegner, da die Mittelhessen im ersten Saisonspiel gegen Eintracht Baunatal überzeugen und überraschend deutlich mit 23:17 gewinnen konnten.

Kurz vor Spielbeginn erreichte uns dann die Hiobsbotschaft, dass Friederike Göbel nicht spielen kann, da sie sich im Spiel der C-Jugend eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Das war schon ein kleiner Schock für uns, da sie im Tor kaum zu ersetzen ist. Auf diesem Weg nochmals gute Besserung. Emilie Pok hat sich kurzfristig bereit erklärt, neben Mia Peschel, das Tor zu hüten, was ihr hoch anzurechnen ist!

Von Beginn an betrieben beide Mannschaften das erwartet intensive und aggressive Spiel in der renovierten Mühlhäuser Halle. So wog die Begegnung in den ersten 20 Minuten hin und her. Hüttenberg legte meist vor, wir glichen jedoch angeführt von Kim Hering immer wieder aus. So stand es nach 20 Minuten noch 7:7. Doch es wurde deutlich, dass die einfachen Tore fehlten. Uns gelang kein Treffer über die erste und zweite Welle, stattdessen mussten wir uns jedes Tor hart erkämpfen. So war es nicht verwunderlich, dass in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit die Konzentration nachließ und sich technische Fehler einschlichen. Dies nutzten die Gäste konsequent aus und konnten bis zum Pausenpfiff noch drei Tore zum 07:10 nachlegen.

In der Kabine machte das Trainerteam deutlich, dass die Begegnung noch lange nicht verloren sei, wenn wir wieder konsequenter unsere Chancen nutzen und die spielerische Linie wiederfinden würden.

Dies schien in den ersten Minuten auch gut zu klappen, so waren wir beim Stand von 11:13 wieder auf Tuchfühlung.

Doch dann kam unsere schwächste Phase.

Vorne haperte es an der Chancenverwertung, zu oft wurde überhastet abgeschlossen; unpräzise Abspiele und Fangfehler luden die Gäste immer wieder zum Kontern ein. Zudem fehlte in der Abwehr die notwendige Aggressivität. So konnte sich Hüttenberg vorentscheidend auf 12:19 absetzen und es bahnte sich ein Debakel an.

Doch was die Mädels in der Folgezeit zeigten, verdient aller höchsten Respekt. Nachdem Emilie Pok zwei „Hundertprozentige“ entschärfte, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Angetrieben von Anna-Lena Reese, die nicht nur durch ihre Tore glänzte, sondern auch in kämpferischer Hinsicht ein Vorbild war, begannen wir unsere Aufholjagd.

Es war nun viel mehr Zug in unserem Spiel und jegliches Zögern und Zaudern war vorbei. Beim Stand von 19:20 in der 45. Minute kam beim Team und den zahlreichen Zuschauer die Hoffnung auf, den Platz doch noch als Sieger verlassen zu können. Doch es reichte nicht mehr. Die körperlich starken und abgeklärten Gäste konnten den knappen Vorsprung über die Zeit retten.

Nach fünfzig Minuten, in denen die Madels an ihre Grenzen gegangen sind, herrschte verständlicherweise erst einmal Frust und große Enttäuschung. Das Trainerteam richtete die Mannschaft aber direkt wieder auf. Sich nach deutlichem Rückstand nicht aufzugeben und hier noch einmal ran zu kommen, zeigt die tolle Moral der Mannschaft und verdient ein riesiges Lob.

Am Ende sind wir leider nicht belohnt worden. Das ärgert uns natürlich sehr und ist schade. Trotzdem sollte der Stolz über die gezeigte Leistung überwiegen!

Torschützen:

Hanna Happe 4, Kim Hering 5, Samira Berger 1, Svenja Jäger 1, Linda Grötecke 1, Anna-Lena Reese 9

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.