TSV Korbach  | Handball

TSV Korbach siegt bei HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim mit 28:24

Von Thorsten Spohr
Bad Wildungen. Die Handballer der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim bleiben im Tabellenkeller der Bezirksoberliga, haben sich im Waldecker Derby gegen den TSV Korbach allerdings über weite Strecken sehr ordentlich verkauft. Dennoch stand am Ende eine 24:28 (8:14)-Niederlage.
„Wir haben endlich mal 60 Minuten das gemacht, was wir uns vorgenommen haben“, war HSG-Trainer Pascal Böcher mit seiner Mannschaft zufrieden. „Wenn jetzt die Gegner nicht mehr Bettenhausen, Wesertal oder Korbach heißen, müssen wir das genau so umsetzen.“
Korbachs Trainer setzte seine Spieler vor dem Anpfiff unter Druck. „So ein Spiel wie letzte Woche gegen Waldau brauche ich nicht noch einmal“, sagte Harald Meißner, der seine stärkste Formation auf das Feld schickte. Wie schon im Hinspiel ärgerte Bad Wildungen den Landesligaabsteiger zunächst. Die Gastgeber spielten im Angriff geduldig und waren in der Rückzugsbewegung hellwach. Korbach kam so nicht in das Tempospiel und hatte im Angriff gegen die bewegliche 6:0-Deckung der Gastgeber Probleme, weil wie zuletzt die nötige Bewegung fehlte.
Bis zum 7:9 (22.) lag Bad Wildungen in Reichweite, hatte dann aber Pech, dass Spielmacher Denis Buchholz nach einem Zweikampf gegen Daniel Dierdorf mit einem Pferdekuss zunächst auf die Bank musste. Ohne ihn fehlten dem Angriffsspiel der Badestädter die Überraschungsmomente und Korbach bestrafte die vielen gezwungenen Würfe konsequent. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung auf 14:8. „Da hat Korbach seinen Stiefel gut heruntergespielt. Wir mussten uns in dieser Phase erst ein wenig finden“, so Böcher.
Wildungen gibt nicht auf
Als im zweiten Durchgang der TSV auf 16:8 (32.), erhöhte schien der Favorit einem sicheren Sieg entgegenzusteuern. Doch die Gastgeber kämpften sich noch einmal zurück, weil sich die Gäste zu früh auf das Verwalten des Vorsprungs beschränkten. Bad Wildungen war beim 15:18 (42.) plötzlich wieder in Reichweite. Stark in Hälfte zwei spielte Jan Appel, der insgesamt zwölf Tore erzielte. „Jan hat ein super Spiel gemacht, nicht nur wegen seiner Tore, sondern weil er auch die Bälle gut verteilt hat“, lobte ihn sein Trainer.
„Individuelle Klasse fehlt“
Dass es aus Korbacher Sicht nicht noch enger wurde, hatte der TSV Sebastian Wrzosek zu verdanken, der bei seinem Ex-Verein nun seine individuelle Klasse ausspielte und dafür sorgte, dass die Gäste beim 24:18 (48.) wieder mit sechs Toren führten. Dieser Vorsprung sollte am Ende reichen, obwohl sich die Gastgeber nie aufgaben und noch teils schön herausgespielte Tore erzielten.
Der 28:24-Sieg der Gäste war am Ende dennoch vollauf verdient. „Die individuelle Klasse von Sebastian Wrzosek oder Simon Riedesel ist das, was uns eben noch fehlt“, wusste Böcher.
Sein Gegenüber sprach von einem verdienten „Arbeitssieg“ seiner Mannschaft. „Wir hätten mehr tun können. Über die Abwehr will ich nicht meckern, aber im Angriff haben wir uns erneut durchgeschleppt“, bilanzierte Meißner, der an den Gegner ein Lob verteilte. „Ich habe es im Vorfeld gesagt: Bad Wildungen spielt weitaus besser, als es der Tabellenstand aussagt.“
Tore für Bad Wildungen/Friedichstein/Bergheim: Lambrecht 2, Mentel 4, Appel 12/4, Juma 4, Schott 1, Buchholz 1.
Tore für Korbach: Till Westmeier 1, Dierdorf 1, Altaweel 3, Urban 4, Emde 2, Riedesel 7, Wrzosek 7, Lukas Westmeier 3.

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