TSV Korbach  | Handball

Vorbericht Bezirksoberliga Männer: HSG Lohfelden/Vollmarshausen – TSV Korbach (Hinspiel: 16:23)

Auch wenn die Leistung gegen Zierenberg ausbaufähig war – die beiden Punkte beim 33:27-Sieg waren nach der überraschenden Heimniederlage gegen die SVH Kassel Balsam für die Korbacher Seele. Allerdings wird Harald Meißner nicht müde, die gestiegene Erwartungshaltung im Lager der Kreisstädter zu kritisieren. „Wir hatten auch in der Hinrunde Spiele, in denen es nicht so gut lief. Die haben wir aber umgebogen“, erinnert der Korbacher Trainer das zuletzt doch ein wenig unruhige und unzufriedene Umfeld. „Es war klar, dass es Rückschläge gibt und es weiter Spiele gibt, in denen es nicht so gut läuft.“

Von den 28:0 Punkten bis Weihnachten dürfe man sich nicht blenden lassen, sagt Meißner. „Nur, weil wir Tabellenführer sind, ist nicht alles toll und schick.“ Und gerade personell ist die Lage derzeit alles andere als toll und schick. Die Liste der Ausfälle wird länger und länger. Kevin Scholz fällt wie befürchtet mit einem Nasenbeinbruch vorerst aus. Abd Alkadr Altaweel plagen weiterhin große Rückenprobleme – Einsatz ungewiss. Till Westmeier ist noch ein Spiel gesperrt, sein Bruder Lukas weilte in dieser Woche im Skiurlaub. Marco Rummel (Pferdekuss an der Wade) und Ali Altay (krank) sind ebenfalls stark angeschlagen. Da passt es schon fast ins Bild, dass auch Meißner selber diese Woche mit einer starken Erkältung das Bett hüten musste.
„Wir müssen jetzt die Kräfte aufteilen“, weiß der Trainer. Alternativen zu Sebastian Wrzosek und Simon Riedesel im Rückraum sind nur noch der junge Ron Alscher und Daniel Dierdorf, der zuletzt kaum zum Zuge kam. „Bislang war er gegen erwartet offensive Deckungen nicht so die Alternative, jetzt muss er aber ran“, so Meißner. Gegner Lohfelden schätzt er deutlich stärker ein, als es der Tabellenplatz aussagt. „Eine junge und entwicklungsfähige Truppe“, sagt Meißner. „Viele Spiele haben sie knapp verloren, auch weil ihnen die Erfahrung gefehlt hat.“ Sein Team muss beim Aufsteiger aufgrund der personellen Lage vor allem das Tempo dosiert einsetzen. „Dann müssen wir mit viel Ballbesitz arbeiten und die Chancenverwertung muss stimmen.“
Dazu hofft er wie im Hinspiel auf eine gute Abwehr: die war beim 23:16 mit ein Garant für den Heimsieg.   

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Spohr
HNA Hessische/Niedersächsische Allgemeine

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