TSV Korbach  | Handball

Weibliche A-Jugend – HSG Hoof/Sand/Wolfhagen 29:19 (15:8)

Nach der starken Leistung beim Auswärtsspiel in Calden letzte Woche durften wir jetzt in heimischer Halle antreten. Wir wollten natürlich an die guten Leistungen anknüpfen und auch unseren Tabellennachbarn HSG Hoof/Sand/Wolfhagen die Punkte abnehmen. Dana Krüger war leider die gesamte Woche wegen Krankheit nicht im Training und konnte deshalb heute auch nicht spielen. Da sie immer für ein paar Tore auf Außen gut ist, und auch mit Mona Alscher noch eine weitere Außenspielerin aus gesundheitlichen Gründen ausfiel, war der Kader sehr dünn für die gesteckten Ziele. Kurzfristig erklärte sich Linda Grötecke aus der B-Jugend aber bereit, bei uns einzuspringen. Hierfür vielen Dank an Linda.
Da wir den Gegner bisher noch nicht kannten, wollten wir erst einmal aus einer sicheren Deckung heraus agieren und begannen das Spiel mit einer 6:0-Deckung. Zu Beginn stand diese Deckungsformation mit Nadine Reese im Tor dahinter recht solide. Unser Gegner erspielte sich aber leider trotzdem immer wieder freien Wurfpositionen, insbesondere über die starke linke Außenposition. Im Angriff taten wir uns etwas schwerer, als im letzten Spiel, weil auch die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen mit einer defensiven 6:0-Deckung agierte. Dadurch waren die Lücken nicht so groß und wir mühten uns, klare Wurfpositionen herauszuspielen.
Insbesondere Hanna Brida zeichnete sich aufgrund ihrer Schnelligkeit in der Anfangsphase als sichere Vollstreckerin aus. Das Zusammenspiel der Rückraumspielerinnen mit dem Kreis wurde hingegen vom Gegner gut verteidigt und Alice Wilke kam nicht wie gewohnt zum Zuge. Allerdings nahmen wir uns allzu oft die Kreisanspiele vor, ohne uns erst selbst gefährlich zu machen. Die ersten Viertelstunde konnte sich keine Mannschaft absetzen. Jedes mal nach unserem Führungstreffer glich der Gegner seinerseits wieder aus.
Erst durch die Hereinnahme von Linda Grötecke auf der rechten Außenposition konnten wir die Gegentore über die starke gegnerische linke Angriffsseite unterbinden. Die Abwehr arbeitete jetzt auch deutlich besser im Verbund und Nadine Reese dahinter nahm jetzt mehrere Würfe der Gegenspielerinnen weg. Dies war auch unsere stärkste Phase im gesamten Spiel. Wir nutzten die gewonnen Bälle jetzt, um im Tempospiel einfache Treffer zu markieren. Zwischen dem Spielstand von 6:6 in der 13. Minute und der 20. Minute legten wir einen 6:0-Lauf hin und damit den Grundstein für den späteren Erfolg. Bis zur Halbzeitpause konnten wir unseren Vorsprung sogar noch auf sieben Tore ausbauen. Es glänzte in dieser Phase auch unsere Linksaußen Janina Pooch mit ihren Treffern. Alice Wilke trieb die Gegenstöße schnell nach vorne und brachte Isabell Schmitz oder Hanna Brida im Rückraum in Wurfposition.
Ein sichtlich zufriedener Trainer ging dann mit den Mädchen zur Halbzeitbesprechung, da gab es aber nur wenig zu kritisieren. Wir nahmen uns für den zweiten Durchgang lediglich vor, genauso konzentriert weiter zu spielen, wie die erste Hälfte von uns beendet wurde.
Tatsächlich knüpften wir im zweiten Durchgang an die guten Leistungen Ende der ersten Hälfte wieder an. Die Defensive stand weiterhin sehr gut und vorne erzielten wir weiterhin schöne Tore. Beim Stand von 21:12 hatten wir dann erstmalig einen Neun-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen legte jetzt aber eine härtere Gangart an den Tag, wodurch sich unsere beste Werferin Hanna Brida an der rechten Hand verletzte. Sie konnte den Rest der Begegnung deshalb leider nicht mehr eingesetzt werden. Hinzu kamen noch ein paar vom guten Schiedsrichter verhängte Zeitstrafen gegen uns, weil wir uns wegen der Härte des Gegners zu einigen unklugen Fouls haben hinreißen lassen.
Die Chancenverwertung unserer Mannschaft nahm mit Fortschreiten der Partie nun laufend ab. Aber auch der Gegner kam immer weniger zu guten Wurfmöglichkeiten, unter anderem weil der Einsatz unserer Mannschaft weiterhin vorbildlich war. Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung beiderseits, stand es dann auch fast zehn Minuten lang 21:12, bevor die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen noch einmal auf sieben Tore verkürzen konnte. Aber dies brachte unseren Erfolg nicht mehr in Gefahr. In der Schlussphase wurde munter durchgewechselt und einige Spielerinnen konnten noch einmal auf ungewohnten Positionen Einsatzzeiten erhalten. Am Ende stand ein hochverdienter Heimsieg, welcher durch eine geschlossene Mannschaftsleistung erreicht werden konnte.

Torschützen: Brida 8, Pooch 4, Wilke 3, Schmitz 3, Bitter 3(2), Wever 3, M. Grötecke 2, Röhle 2(1), L. Grötecke 1

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