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GSV Eintracht Baunatal II – Männliche A-Jugend 26:33 (13:17)

Baunatal2Nun war es endlich soweit: Das ersehnte Spitzenspiel zwischen den bis dato einzigen verlustpunktfreien Mannschaften stand unmittelbar bevor.

Twistetal musste krankheitsbedingt auf Maximilian Ruge verzichten und weitere Spieler, wie Andre Krouhs und Jens Viering, gingen angeschlagen ins Spiel. Das sollte aber bei unserem guten und sehr ausgeglichenen Kader kompensiert werden können, auch wenn die Trainingseinheiten der letzten Woche nur mit einer geringen Zahl von Spielern absolviert werden konnte.

Beide Mannschaften hatten ihre letzten Spiele deutlich gewonnen. So konnte man von einem spannenden Spiel um die Herbstmeisterschaft ausgehen.

Wieder sollte aus einer sicher und aggressiv agierenden Abwehr heraus direkt über die 1. und 2. Welle oder durch sicheres Aufbauspiel der sichere Torerfolg gesucht werden. Gerade das schnelle “Spiel nach vorne” sollte, wie im Training eingeübt, optimiert werden. Reichte zum Sieg letztes Wochenende gegen Wanfried eine gute erste Halbzeit, so sollte dies heute nicht genügen. Gegen die Reserve der GSV, die ausschließlich mit dem jüngeren Jahrgang (98er) antrat, war die Konzentration über die gesamte Spielzeit gefordert, um dem Gegner von Anfang an den Schneid abzukaufen.

Baunatal3Zu Beginn entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zum Spielstand von 6:5 in der 9. Spielminute konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen. Doch in der Folgezeit schlossen wir unsere Angriffe zu überhastet ab oder scheiterten an dem guten Keeper, so dass die Heimsieben mittels ihrer pfeilschnellen Spieler über die erste und zweite Welle eine 9:6 Führung herauswerfen konnten. Unsere Jungs wirkten in dieser Phase angenockt, und die Gastgeber setzten einen Wirkungstreffer nach dem anderem mit der Folge, dass wir in der 17. Minute völlig überraschend mit 11:7 zurücklagen. Doch nach einer Auszeit fing sich die HSG wieder und konnte das Spiel innerhalb von sieben Minuten zu einem 11:12-Vorsprung drehen. Insbesondere Marc Stania gelang es in dieser Phase die Abwehr zu stabilisieren und Yannick Voß fischte einige 100%-ige des Gegners raus. Endlich funktionierten auch die Auslösehandlungen und es war viel Bewegung in unserem Spiel.

Insbesondere Heinrich Wachs drehte in den letzten Minuten der ersten Hälfte richtig auf und war von der gegnerischen Abwehr nicht in den Griff zu bekommen. Aber auch Jakob Gleumes konnte sich noch auf der Mittelposition auszeichnen. So gingen wir mit einer beruhigenden 13:17 Führung in die Kabine.

Diesen Vorsprung hätten wir zu Beginn der zweiten Halbzeit weiter ausbauen müssen, doch wir vergaben zahlreiche freie Bälle, die technischen Fehler häuften sich und Pfosten und Latte standen im Weg. Diese Schwächephase wurde von der starken Heimsieben sofort konsequent genutzt und beim Stand von 18:20 witterten die Hausherren nochmals Morgenluft.

Doch unseren Jungs ist ein großen Kompliment zu machen, denn sie schalteten in der Folgezeit einen Gang höher und durch clever gespielte Angriffe konnten wir wieder ein größeres Polster herausspielen (19:23). Nach drei weiteren Treffern in Folge war beim Stand von 19:26 eine Vorentscheidung gefallen. Die Baunataler rannten sich in dieser Phase immer wieder in unserer 3:2:1 Deckung fest, was aber auch darauf zurückzuführen war, dass die Kräfte langsam nachließen. So konnten wir die Führung weiter ausbauen und letztendlich noch einen deutlichen 26:33 Sieg herauswerfen.

Jeder einzelne Spieler verdient sich nach diesen 60 Minuten ein Sonderlob für die gezeigte Leistung im kämpferischen aber auch spielerischen Bereich. So sind es die Jungs überhaupt nicht mehr gewohnt, im Rückstand zu liegen, doch sie zeigten eindrucksvoll, dass sie zu einer Mannschaft zusammengewachsen sind und sich auch bei einem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Respekt gebührt aber auch der jungen Reservemannschaft aus Baunatal, die uns endlich einmal alles abverlangt hat!

Jens Viering 1, Nico Isenberg 6, Jakob Gleumes 4, Andre Krouhs 2, Nils Pohlmann 3, Luk Schäfer 1, Heinrich Wachs 13, Joshua Sturm 3

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