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Handball-Landesliga Nord, Männer: TSV Korbach verliert in Kassel mit 25:35

„Zu viele Fehler gemacht“

KASSEL. Nichts zu holen gab es für die Handballer des TSV Korbach in ihrem zweiten Auswärtsspiel in der Landesliga Nord. Der Aufsteiger unterlag bei der SVH Kassel mit 25:35 (12:17).

Nach der Gedenkminute für den vor zwölf Tagen verstorbenen Korbacher Trainer Andreas Streller entwickelte sich in der Harleshäuser Sporthalle eine zunächst zerfahrene Partie. Korbach hielt dabei bis zur fünften Minute (3:3) mit, wobei Mark Potthof und Jan Pollmer (2) jeweils die Führung der SVH ausglichen.

Dann gerieten die Gäste, die Linkshänder Max Gribner nicht kontrollieren konnten, von der Rolle und mit 3:9 in Rückstand (13.). Auch mit der Chancenverwertung hatten die Gäste ihre Probleme. „Wir haben uns gute Chancen heraus gespielt, dann aber doch kläglich vor dem Tor versagt“, sagte Christopher Stuhlmann, Interimstrainer des TSV.

Die folgende Auszeit des TSV schien Früchte zu tragen, denn nach dem 8:11 durch einen Siebenmeter von Ufuk Kahyar (22.) witterte Korbach wieder Morgenluft, kassierte dann aber durch die SVH-Routiniers Faruk Tataraga und Andrej Doktorovych binnen zehn Sekunden den Doppelschlag zum 8:13.

Die zahlreichen Korbacher Fans mögen vor der zweiten Halbzeit auf eine Wende gehofft haben. Doch sie mussten gleich mit ansehen, wie ihre Mannschaft in fünf schwachen Minuten durch Tore von Heß (2), Schuldes und Tataraga mit 12:21 ins Hintertreffen geriet, womit die Messe vorzeitig gelesen war.

Der Rest war Schaulaufen für die Gastgeber, die maximal mit elf Treffern führten (32:21, 55., 34:23) und zehn Tore Vorsprung ins Ziel brachten. Das Positivste an Korbachs Leistung im zweiten Durchgang war, dass die Mannschaft nicht vollständig auseinander brach und bis zum Ende versuchte, die Niederlage in Grenzen zu halten.

Thomas Buchloh, dessen Sohn Benjamin auf Rechtsaußen zu den Korbacher Aktivposten zählte, brachte die Defizite des TSV-Teams auf den Punkt. „Wir waren in der Abwehr nicht schnell genug und haben in der Offensive zu viele Fehler gemacht“, sagte der frühere Bundesliga-Profi, der Stuhlmann auf der Bank assistierte. (ppp)

SVH Kassel 
Tor: Zügler, Frohmüller (ab 50.);
Feld: Botte 3/1, Doktorovych 1, Cermak 1, Heß 7, Räbiger 3, Schuldes 3, Gribner 5, Schlosser 2, Görges 1, Guthardt 2, Tataraga 7.
TSV Korbach
Tor: Gehlen, Blagus (31. – 38.), Demmer-kulturlos (n. e.);
Feld: Harbecke, Schmidt 2, Alscher 2, Müller 2, Kollenberg, Huneck, Kahyar 3/3, Pollmer 5, Emde, Louzensky,
Potthof 6, Buchloh 5, Westmeier (n.e.).
Rote Karte: (Harbecke, 50., 3. Zeitstrafe).
Schiedsrichter: Klaus/Weber (Schenklengsfeld/HSG Werra).
Zuschauer: 400. (ppp)

Drei Fragen an Robert Müller

Als sechsjähriger Junge begann Robert Müller beim TSV Korbach Handball zu spielen und istseinem Verein bis heute treu geblieben. Nach der 25:35-Niederlage der Korbacher im Landesliga-Spiel bei der SVH Kassel sprachen wir mit dem 29-jährigen Rückraumspieler.

Vor zehn Tagen ist Ihr Trainer Andreas Streller verstorben.
Wie seid Ihr als Mannschaft damit umgegangen?
ROBERT MÜLLER: Der Tod von Andreas war für alle ein richtiger Schock. Wir haben in den letzten Tagen dann versucht, uns gegenseitig Halt zu geben und Mut für die Zukunft zu machen.
Zum heutigen Spiel. Warum ist das von Euch so hoch verloren worden?
MÜLLER: „Wir hatten uns gerade in der Abwehr viel vorgenommen, konnten das aber nicht umsetzen, weil wir nicht schnell genug auf den Beinen waren. Nicht vergessen sollte man allerdings auch, dass wir mit den Kasselern gegen einen
sehr starken Gegner verloren haben.
Zwei Spiele, null Punkte. Könnte die Landesliga für Korbach eine Nummer zu groß sein?
Müller: Das denke ich nicht. Wir haben erst zwei von 26 Spielen absolviert und müssen noch richtig in der Liga ankommen.
Wenn wir uns in Sachen Cleverness verbessern und nicht zu hektisch nach vorn spielen, dann werden sich auch erste Erfolge einstellen.
Bei uns im Team glaubt jedenfalls jeder daran, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden. (ppp)

Quelle HNA Online

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