TSV Korbach  | Handball

Handballer Dave Alscher (TSV Korbach) im Interview: Spielerisch noch nicht am Limit

„Ich bin noch hungrig“

Korbach. Mit 20 Jahren ist Dave Alscher einer der jüngsten Spieler beim Handball-Landesligisten TSV Korbach. Vor dem Topspiel gegen TV Hersfeld sprachen wir mit dem Korbacher Eigengewächs. „Wir wollen uns weiter entwickeln“, sagt der Fachabiturient über sich und die Motivation im Korbacher Lager.

 
Hart im Nehmen: Der Korbacher Dave Alscher (rechts) wird hier von Fabian Ringleb (Zwehren) gestört. Foto:  zmp

Hart im Nehmen: Der Korbacher Dave Alscher (rechts) wird hier von Fabian Ringleb (Zwehren) gestört. Foto:  zmp

Herr Alscher, beim TSV läuft es gut, Rang drei nach fünf Spielen in der zweiten Landesligasaison. Geht es noch besser?

Dave Alscher: Ich denke schon. Denn wir sind spielerisch noch nicht an unserem Limit angekommen. Da geht sicher noch was. Es kann natürlich auch in die andere Richtung ausschlagen. Aber wenn wir so weiter machen wie bisher, dann geht da was.

Lange Jahre war der TSV mehr schlecht als recht in der Bezirksoberliga zuhause, jetzt spielt man in der Landesligasaison oben mit. Wo sehen Sie die Gründe für den Erfolg?

Alscher: Damals waren ja auch Mark Potthoff und Jan Pollmer zu uns gewechselt. Die beiden konnten uns noch einiges beibringen. Das hat uns noch mal den Schub gegeben, dass wir den Aufstieg geschafft haben. In dieser laufenden Saison hängt unser Erfolg sicher auch mit unserem Spielertrainer „Flo“ Ochmann zusammen. Das Training ist super und die Mannschaft passt super zusammen. Auch spielerisch entwickeln wir uns da alle weiter. Das ist so ein Punkt von mehreren, die den Erfolg ausmachen.

Wo sehen Sie die Stärken des aktuellen Korbacher Teams?

Alscher: Wir haben zwei prächtige Torhüter, die sich beide super ergänzen. Das haben wir in den letzten Spielen gesehen. Auch unsere Abwehr agiert mit „Flo“ Ochmann, den anderen und mir schon gut, denn die Absprache läuft da bereits gut. Ich denke, dass wir auch über einen guten Rückraum verfügen. Wir sind eine Mannschaft und wir machen auch viel in der Freizeit zusammen. Das ist sicher ein weiterer Erfolgspunkt, dass eine Mannschaft zusammen hält und viel Spaß hat.

Nach so viel Positivem, gibt es denn im Team vielleicht auch Schwachpunkte? Ganz früher hing den TSV-Handballern ja an, dass die Korbacher trainingsfaul seien.

Alscher (muss lachen): Das kann ich jetzt nicht bestätigen, weil ich erst seit drei Jahren im Männerbereich aktiv bin. Und für diese Zeit gilt das sicher nicht. Wir haben natürlich auch Spieler in unseren Reihen, die länger arbeiten müssen. Die brauchen dann auch mal einen Tag Pause. In der Regel sind wir jedoch meistens vollzählig, wollen ins Training und wollen uns auch weiter entwickeln.

Sind Sie mit ihren Leistungen zufrieden?

Alscher: Mit meinen Leistungen bin ich derzeit ganz zufrieden, aber ich denke, da geht noch was. Ich bin noch hungrig und will noch mehr.

Das werden ihre Trainer sicherlich gern hören. Woran können oder müssen Sie denn bei sich noch arbeiten?

Alscher: Ich muss auf jeden Fall im Angriff geduldiger werden, nicht immer gleich bei der ersten Gelegenheit aufs Tor werfen, sondern lieber einmal einen Ball mehr wegspielen und länger auf die Chance warten. Dann bekommt man irgendwann automatisch seine gute Möglichkeit. Das ist so das Hauptding bei mir, dass ich noch etwas geduldiger werden muss.

Jetzt steht das Spiel gegen TV Hersfeld bevor: Wie schätzen sie die Stärken des TV ein?

Alscher: Zu schlagen sind die Hersfelder auf jeden Fall. Sie haben mit Kai Hüter einen super Torhüter, aber selbst den kann man natürlich bezwingen. Darüber hinaus verfügen sie über zwei große Rückraumleute (Marco Kemmerzell und Lars Matthiesen – Anm. d. Redaktion), die man erst einmal in den Griff bekommen muss. Das wird nicht leicht, aber wenn wir unser Spiel so aufziehen wie in den vergangenen Begegnungen, dann werden wir das auf jeden Fall hinkriegen.

Ihr Tipp, wie geht die Partie denn aus?

Alscher: Es wird in jedem Fall ein enges Spiel. Aber am Ende werden wir gewinnen.

Und wenn man vorausblickt: Wo wird der TSV Korbach am Ende dieser Saison stehen?

Alscher (lässt sich Zeit mit der Antwort): Das genau zu sagen, dafür ist es noch zu früh. Aber mit Platz drei bis fünf wäre ich zufrieden.

Von Hans Dreier quelle HNA Online

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