TSV Korbach  | Handball

HNA Sportlerwahl 2013, wählt unsere erste Mannschaft, Günter Emde, und Kathi Wieck

Sie gehört mittlerweile fest zur Tradition im heimischen Sportgeschehen: die Sportlerwahl der HNA. Zum 14. Mal will die HNA die besten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des zu Ende gehenden Jahres aus Waldeck-Frankenberg wählen lassen.

Wählt unsere Männermannschaft zur Mannschaft des Jahres 2013

Meister der Bezirksoberliga 2012/13

Meister der Bezirksoberliga 2012/13

Männer des TSV Korbach schaffen den Aufstieg in die Landesliga Nord

Der Aufstieg war das erklärte Ziel und dieses Ziel schafften die Handballer des TSV Korbach. Souverän sicherten sich die Kreisstädter den Titel in der Bezirksoberliga, schon im April, vier Spieltage vor dem Saisonende, durfte der TSV mit einem Sieg beim SVH Kassel II die Meistersause starten. Ein Titel, der am Ende der Saison ungefährdet war, wobei es nach Saisonbeginn alles andere als danach aussah. Die Kreisstädter, die sich mit zahlreichen Spielern verstärkt hatten, darunter Rückkehrer Mark Potthof und Jan Pollmer vom Drittligisten Eintracht Baunatal, starteten mit einer Niederlage in die Saison und auch die weiteren Auftritte in der Bezirksoberliga sahen zunächst alles andere als meisterlich aus. Doch spätestens nach dem klaren Heimsieg über den Konkurrenten Eintracht Baunatal II lief es beim TSV immer besser, der ab Mitte November 2012 eine imposante Siegesserie startete, bis zum Ende nur ein einziges Spiel verlor und in Korbach eine seit langem nicht mehr bekannte Handballeuphorie entfachte. Mehr als 300 Zuschauer verfolgten im Schnitt die Heimspiele. Bei Spitzenspielen waren sogar 600 Fans in der Kreissporthalle, beim Derby gegen Twistetal mehr als 1000. Es war der Lohn der guten Arbeit von Trainer Andreas Streller, dem es gelang, aus den vielen Einzelspielern ein funktionierendes Gefüge zu schaffen. Streller selber war es leider nicht mehr vergönnt, Landesliga-Handball in Korbach zu sehen. Mitte September verstarb der beliebte Erfolgscoach wenige Tage nach dem ersten Auswärtsspiel des Aufsteigers in Hünfeld an den Folgen eines Herzinfarktes.

 

 

Günter Emde zur “Guten Seele des Vereins”.

günni frieda

 

 

 

 

 

 

 

 

Hohes Ansehen bei Spielern

Günther Emde kümmert sich seit 1995 als Physiotherapeut um Korbacher Handballer

Physio Günther Emde

Es war eines der letzten Gespräche, die wir mit Andreas Streller geführt haben. „Nominiert doch mal Günther Emde für eure Sportlerwahl“, schlug der Trainer des Handball-Landesliga-Aufsteigers TSV Korbach kurz vor seinem plötzlichen Tod im September vor.

Dabei meinte Streller nicht einen Spieler – nein: Er meinte den Physiotherapeuten.
Warum? „Er hat es verdient, als gute Seele nominiert zu werden. Er ist für uns unheimlich wichtig.“

Eine Einschätzung, mit der Streller bei weitem nicht alleine da stand. Günther Emde ist seit Jahren fester Bestandteil beim Team aus der Kreisstadt, er sorgt seit 1995 ehrenamtlich dafür, dass kleine Wehwehchen nicht noch größer
werden und die Spieler bestens vorbereitet in die Spiele gehen.

Zum Handball kam er eigentlich zufällig. Der heute 58-Jährige war zwar im damaligen TV Korbach viele Jahre als Schwimm- und Leichtathletiktrainer aktiv, mit dem Handballsport hatte er allerdings keinen Kontakt. Das änderte
sich 1995. Bei den Handballern hatte sich Jürgen Ochmann eine Kapselverletzung am Daumen zugezogen, der damalige Trainer Manfred Buchloh fragte den Physiotherapeuten, ob er den Rückraumspieler vor dem Spiel nicht tapen könnte.

Bei der einmaligen Aktion blieb es dann nicht. „Ich bin dann irgendwie dabei geblieben“, sagt Emde, der im vergangenen
Jahr mit dem Landesligaaufstieg den größten Erfolg mit seiner Mannschaft feierte, sich aber auch an die prestigeträchtigen Derbys über die HSG Twistetal gern erinnert. „Das waren immer Höhepunkte“, so „Günni“.

günni frieda2Dass auch ein Physiotherapeut bisweilen gefährlich lebt, hat Emde selber erlebt. Beim Jubel über einen überraschenden
Heimsieg gegen Heiligenrode riss sich Emde die Achillessehne. Und bei einem Derby musste einmal seine Brille dran glauben, als der damalige Trainer wütend mit der Faustin Richtung Hallenwand schlug und Emde im Weg saß.
Eigentlich wollte er vor zwei Jahren schon aufhören, ließ sich dann allerdings noch einmal überreden, weiter zu machen. Das war übrigens der ausdrückliche Wunsch der Spieler, bei denen Emdes Stellenwert groß ist.
So machte es Rückraumspieler Mark Potthof bei seiner Rückkehr schon fast zur Bedingung, dass „Günni“ weiter auf der Bank sitzt. „Für mich ist das auch ein Stück Genugtuung, dass ich bei den Spielern so ein hohes Ansehen genieße“, so Emde. (tsp)

 

Katharina Wieck zur Sportlerin des Jahres.

kathi

Handballerin gehört seit Jahren zu den besten Torhüterinnen der Landesliga Nord

Wenn die Frage nach der besten Torhüterin in der Handball-Landesliga Nord der Frauen aufkommt, ist ihr Name ganz oben mit dabei: Katharina Wieck. Seit Jahren ist die Meineringhäuserin der Rückhalt bei der HSG Twistetal, ihr Status als Nummer eins ist auch unter dem neuen Trainer Nijaz Hankic unumstritten. Ihre Laufbahn begann sie im Alter von zehn Jahren beim TSV Korbach und rückte schnell zwischen die Pfosten. Rückblickend ein Glücksfall, auch wenn das damals nicht alle glaubten. „Mein Papa sagt immer, dass er nie damit gerechnet hätte, dass ich im Tor mal gut werde“, sagt die 23-Jährige und lacht dabei. Denn ihr Vater Michael, früher selber ein guter Spieler beim TSV, sollte Unrecht haben. Schnell schaffte Tochter Katharina den Sprung in die Bezirksauswahl und das zusätzliche Kadertraining in Kassel tat sein übriges dazu bei, dass sie schon in der Jugend begann, das Tor zu vernageln. Zwischenzeitlich war auch das damalige Handball-Leistungszentrum in Bad Wildungen an ihr interessiert, doch ein Wechsel weg von ihrem gewohnten Umfeld stand für Wieck nie zur Debatte. Auch bei der HSG Twistetal, wo sie seit vier Jahren spielt, ist sie derzeit sehr zufrieden, selbst wenn sie hin und wieder daran denkt, noch einmal höherklassig zu spielen. „Aber im Moment geht das nicht, weil es mit meinem BWL-Studium in Kassel zu zeitintensiv wäre“, so die Torhüterin, die als ihren Vorteil insbesondere die Nervenstärke bei Siebenmetern oder engen Spielsituationen sieht. Und vielleicht klappt es ja mit dem Sprung in höhere Sphären in einer anderen Funktion: Denn seit dieser Saison ist Wieck zusammen mit der Twistetaler Kreisläuferin Laura Zähler als Schiedsrichterin im Oberligakader des Hessischen Handball-Verbandes. Mit Blick nach oben: Denn laut Wieck sollen in wenigen Jahren die Bundesligaspiele der Frauen von Schiedsrichterinnen geleitet werden. „Vielleicht haben wir da gute Chancen, zumal wir vom Bezirk stark gefördert werden“, so Wieck.

 

 

So werden die Sportler gewählt:

Stimmzettel können Sie ausschneiden und danach einfach an die HNA-Geschäftsstellen in Korbach (Flechtdorfer Str. 4, 34497 Korbach) oder Frankenberg (Bahnhofstraße 21, 35066 Frankenberg) schicken.
Natürlich können Sie uns den Coupon auch faxen– 06451/723325.

Oder Sie schicken Ihre Stimme per Mail an sportwafk@hna.de.

Sie können an unserer Sportlerwahl auch im Internet teilnehmen:
Einfach die Seite http://zu.hna.de/spwahl13 aufrufen, dort könnt Ihr online Eure Wahl treffen. Eure Stimme wird automatisch zu uns in die HNA Sportredaktion geschickt.
(red) Quelle HNA Online

HNA Wahl 2013

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