TSV Korbach  | Handball

Korbach unterliegt Melsungen II, wieder 41 Gegentore kassiert

Die schlechteste Abwehr der Liga hatte gegen den besten Angriff keine Chance: Die Handballer des TSV Korbach mussten in der Landesliga Nord eine erneute Niederlage einstecken. Die Bundesligareserve der MT Melsungen behielt mit 41:33 (22:17) die Oberhand.

Der Sieg war verdient, die Gäste waren dem TSV in Punkto Spielwitz und Schnelligkeit klar überlegen. Und sie hatten mit Mario Schanze, mit 19 Treffern erfolgreichster Werfer der Gäste, Mark Petersen (9), Merlin Kothe und Petr Hruby (beide jeweils 6) die auffälligsten Spieler in ihren Reihen, die Korbach nie in den Griff bekam. Vor allem Kreisläufer Hruby stellte den TSV vor große Probleme.

„Wir haben es wieder nicht geschafft, unsere Abwehr zu stabilisieren, obwohl wir eigentlich gut angefangen haben und Mario Schanze gut im Griff hatten. Aber mit zunehmender Spieldauer haben wir das Anspiel am Kreis immer schlechter unterbinden können und so haben wir ein ums andere Mal die Tore kassiert“, sagte Korbachs Trainer Christopher Stuhlmann nüchtern. Deutlich angeschlagener wirkte Torwarttrainer Thomas Buchloh, der nach der neuerlichen Pleite von einer „Schießbude“ sprach.

In der Tat präsentierten sich die Gastgeber in der Defensive alles andere als Landesligatauglich. Melsungen schien immer einen Schritt schneller und deckte vor allem bei den schnellen Angriffen die Schwächen in der Rückzugsbewegung der Korbacher immer wieder auf, die nach ausgeglichenem Beginn ab dem 11:11 Mitte der ersten Hälfte einem Rückstand hinterherliefen und zur Halbzeit vor 450 Zuschauern mit 17:22 in Rückstand lagen.

„Prinzipiell bin ich mit dem Halbzeitergebnis nicht ganz unzufrieden, obwohl 22 Gegentore zur Halbzeit eindeutig zu viel sind“, sagte Stuhlmann, der aber wusste: „Wir haben viele dumme Dinger gefangen und haben uns dann zeitweise untereinander angemeckert. Dazu kamen dann noch einige Abpraller, die immer zum Gegner gelangten, weil wir nicht so richtig wach waren.“

Im zweiten Abschnitt vergrößerte Melsungen seinen Vorsprung und hatte beim 32:24 (51.) den Sieg sicher, wobei die Gäste auch von Problemen bei der Chancenverwertung des TSV profitierten.

„Wir haben uns verhalten wie das Kaninchen vor der Schlange. Wir haben den Gegner spielen lassen und selbst keine Akzente gesetzt, und mit dummen Aktionen wie Rückhand- oder auch Drehwürfen, ohne in Bedrängnis zu sein, das Spiel verdient verloren“, sagt Stuhlmann.

Auf ihn sowie seine Trainerkollegen wartet in der kommenden Woche einiges an Arbeit. Es gilt vor dem nächsten Kellerduell am Samstag bei Eitra/Oberhaun vor allem, die Defensive zu stabilisieren. „Es ist eine Kopfsache. Die Spieler müssen sich motivieren und endlich wieder ihr Können zeigen, ansonsten können wir die Liga nicht halten“, so Stuhlmann. Um den Zusammenhalt wieder zu stärken, ist zudem eine Teambuilding-Aktion geplant.

Tore für den TSV: Harbecke 1, Schmidt 1, Alscher 1, Müller 4/1, Pollmer 17/1, Emde 1, Louzensky 5, Potthof 1, Buchloh 2.

Quelle HNA Online

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