TSV Korbach  | Handball

Korbach verliert das Kellerduell 28:32 in Eitra

Im Kellerduell der Handball-Landesliga Nord musste der TSV Korbach eine Niederlage einstecken. Bei der HSG Eitra/Oberhaun unterlag der Aufsteiger mit 28:32 (10:14) und rutschte auf einen Abstiegsrang ab.

War zuletzt die Abwehr der Schwachpunkt der Kreisstädter, so war es in Osthessen der Angriff. „Unser Rückraum hat zu früh den Abschluss gesucht, damit Ballverluste produziert und so den Gegner zu Tempo-Gegenstößen animiert“, sagte Trainer Christopher Stuhlmann, der sich vor allem von den Leistungsträgern Jan Pollmer und Mark Potthof mehr Ruhe im Spiel gewünscht hätte.

Ins Spiel fanden die Gäste schlecht, Eitra legte eine 3:1-Führung vor. Zwar hielt der TSV stets den Anschluss, allerdings bauten die Gastgeber über ein 11:8 (25.) den Vorsprung auf den 14:10-Halbzeitstand aus.

In die zweite Spielhälfte gingen die Kreisstädter mit einer doppelten Manndeckung gegen Jens Rüger und Matthias Kienast, so dass der TSV über ein 14:12 (40.) beim 17:17 erstmals zum Ausgleich kam. Das Spiel verlief nun ausgeglichen, die Korbacher gingen beim 23:22 (45.) sogar in Führung. Doch anstatt ruhig das Spiel zu machen, verlor der TSV seine Linie. Im Angriff häuften sich die Ballverluste, dies nutzte Eitra, um ab der 50. Minute entscheidend in Führung zu gehen.

„Es schien so, als hätte meine Mannschaft Angst zu gewinnen“, zeigte sich Stuhlmann nach dem Schlusspfiff enttäuscht, der allerdings insbesondere die Leistung von Torhüter Stefan Gehlen lobte, der viele freie Bälle parierte. Vor dem nächsten Heimspiel gegen Landwehrhagen am Samstag steht der TSV nun unter Zugzwang. Ein Sieg im Kampf gegen den Abstieg ist Pflicht.

Tore für Korbach: Schmidt 1, Alscher 1, Müller 6/5, Pollmer 6, Potthof 7, Buchloh 7. (wsx) Quelle HNA Online

 

Quelle Hersfelder Zeitung
Handball-Landesliga: Eitra/Oberhaun ringt Aufsteiger Korbach im Kellerduell mit 32:28 nieder

Die HSG beißt sich durch – und jubelt

 

Bad  Hersfeld. Aufatmen bei der HSG Eitra/Oberhaun. Im Kellerduell der Landesliga Männer behielten die Haunecker gegen den bis dato punktgleichen TSV Korbach mit 32:28 (14:10) die Oberhand und haben damit den Kontrahenten in der Tabelle zunächst einmal überholt.

Es war ein hartes Stück Arbeit für die HSG, die in einer teilweise knüppelharten Partie mit vielen Unterbrechungen sowie einer nicht überzeugenden Schiedsrichterleistung letztendlich Moral bewies und ein Spiel, das Mitte der zweiten Halbzeit zu kippen drohte, doch noch aus dem Feuer riss.

„Wir haben uns am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen“, zeigte sich René Hermann, derzeit Spielertrainer und zusammen mit Harald Schneider aufgrund des erkrankt fehlenden Trainers Achim Ursinus immer noch verantwortlich für das HSG-Team, mit dem wichtigen Sieg zufrieden. „Allerdings hätten wir vor der Pause schon alles klar machen und mit mehr als nur vier Toren führen müssen“, beschrieb Hermann das Manko seiner Truppe. Ein Manko, das es in dieser Saison praktisch schon in jedem Spiel gegeben hat: Die HSG versiebt einfach zu viele glasklare Chancen. Allein elf Hundertprozentige waren es laut Harald Schneider im zweiten Durchgang. Kam am Samstag hinzu, dass auch das Überzahlspiel mehr als schwach war und es die HSG nicht einmal schaffte gegen nur noch drei Feldspieler des TSV Korbach kurz vor der Halbzeit einen Angriff erfolgreich abzuschließen.

Dabei hatte man sogar noch Glück auf Seiten der Hausherren, dass Keeper Marco Pajung einen Glanztag erwischt hatte und einige todsichere Chancen der Gäste vereitelte. Machtlos war er allenfalls bei den „Granaten“ von Pollmer, Potthof oder Buchloh, den starken Rückraumspielern des TSV Korbach.

„Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gestanden in der Deckung, was nach der Pause dann aber viel besser wurde“, analysierte Gästetrainer Christopher Stuhlmann und sprach damit die 4:2-Abwehr seines Teams an, als Rüger und Kienast (gut, dass er dabei war) kurz gedeckt wurden. Dies brachte die HSG aus dem Rhythmus und um die Führung.

Denn Korbach holte nicht nur Tor um Tor auf, sondern ging in der 45. Minute durch Potthofs verwandelten Siebenmeter sogar zum ersten Male in Führung (21:20). Von nun an musste man um die HSG bangen, gab es einen Kampf auf Biegen und Brechen. Noch einmal ging der Gast in Führung (23:22/49.), danach bekam die HSG die Partie wieder besser in den Griff – und endlich trafen auch die Außen, die bis dato doch mehr oder weniger immer wieder am sehr starken Gästetorhüter Gehlen gescheitert waren.

Nimmt man das Positive für die HSG aus dieser Begegnung, dann sicherlich dies: Die mit jungen Akteuren gespickte Mannschaft hat gezeigt, dass sie kämpfen kann. Sie hat gebissen am Samstag. Und diese Einstellung muss sie mit in die nächsten Partien nehmen. Denn diese werden schwerer als am Samstag. STATISTIK

Von Hans Hantke

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.