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Landesliga: HSG Wettenberg – Weibliche B-Jugend 18:17 (09:10)

Für die wBJ begann am Samstag die Saison 2018/19 mit einem Auswärtsspiel gegen die HSG Wettenberg. Verzichten mussten wir auf Beke Mehring (Knieverletzung) und Lucy Lefringhausen (Sperre). Da die Gastgeber überwiegend mit dem älteren Jahrgang besetzt sind und mit guten Leistungen bei den Qualifikationsturnieren überzeugen konnten, gingen wir als leichter Außenseiter in die Partie.

Dennoch wollten wir zeigen, dass wir uns in der Vorbereitungsphase sukzessive weiterentwickelt haben und für eine Überraschung sorgen können.

Die Begegnung begann so, wie man sich ein erstes Spiel nach drei monatiger Wettkampfpause vorstellt: Beide Mannschaften versuchten erst einmal aus einer kompakten Abwehr heraus ins Spiel zu kommen. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zum Halbzeitpfiff konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen. Die 5:1-Abwehrformation funktionierte hervorragend und durch unsere Auslösehandlungen brachten wir die Abwehr der Gastgeber in Verlegenheit. Insbesondere Kim Hering fand immer wieder Lücken und nutzte diese bestens. Einziger Schwachpunkt in der gesamten Partie war wieder einmal die Chancenverwertung. Zwölf Fahrkarten und drei verworfene Siebenmeter belegen eine schwache Ausbeute.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Madels hochkonzentriert und konnten nach 6 Minuten bereits eine 10:13 Führung herauswerfen. Samira Berger erzielte in dieser Phase zwei blitzsaubere Tore aus dem Rückraum.

Der Spielstand spiegelte in dieser Phase auch die Kräfteverhältnisse wieder. Aufgrund unserer Abschlussschwäche gelang es uns aber nicht, den Sack zuzumachen. Ganz im Gegenteil. Ab der 40. Minute kam ein Bruch in unser Spiel. Wir verzettelten uns immer wieder in Einzelaktionen, nahmen uns zu viele unvorbereitete Würfe und spielten unsere Angriffe selten aus. Auch im Abwehrverband agierten wir nun ohne den nötigen Körpereinsatz und hatten zudem mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen, so dass die Gastgeber nun immer wieder Lücken in unserer Deckung fanden und einfache Tore erzielen konnten. Wettenberg glich nicht nur zum 16:16 aus, sondern konnte beim Stand von 17:16 sogar in Führung gehen. Erschwerend kam hinzu, dass wir in der Schlussphase einige Schiedsrichterentscheidungen nicht nachvollziehen konnten. So entwickelte sich in den letzten Minuten ein wahrer Krimi. Anna-Lena Reese konnte zum 17:17 ausgleichen und eine Minute vor Spielende kamen wir noch einmal in Ballbesitz. Doch nicht zum ersten Mal wurde unerklärlicherweise Schrittfehler gegen uns gepfiffen, so dass die Gastgeber praktisch mit den Schlusspfiff den Siegtreffer erzielten.

Trotz der unglücklichen Niederlage war das Trainerteam sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung. Die Madels zeigten, was in ihnen steckt, wenn Sie im Abwehrverband aggressiv agieren und im Angriff sich auf die Auslösehandlungen verlassen. Letztendlich war die mangelnde Chancenverwertung der Grund, dass wir ohne Punkte die Heimreise antreten mussten. Daran gilt es in den nächsten Trainingseinheiten zu arbeiten.

Torschützen:

Hanna Happe 3, Kim Hering 7, Samira Berger 2, Anna Elkmann 2, Anna-Lena Reese 2, Emilie Pok 1

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