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Landesliga: Melsungen gewinnt Hit in Korbach – Hruby einfach nicht zu stoppen – Ochmann sieht Rot

38:32 – MT II ist auf Kurs Oberliga

 

Nicht zu stoppen: Melsungens Kreisläufer Petr Hruby trifft auch mit geschlossenen Augen. Dem Tschechen gelangen im Spitzenspiel gegen Korbach elf Tore. Hier hat Korbachs Mark Potthoff seine liebe Mühe. Dave Alscher (links) kann auch nicht mehr eingreifen. Foto: Spitzkopf

 

Korbach. Riesenjubel bei der MT Melsungen II. Die Bundesligareserve gewann den Landesligahit gegen den TSV Korbach 38:32 (13:12) und nimmt damit unaufhaltsam Kurs in Richtung Oberliga.

Torwurf vor vollen Rängen: Mark Potthof (TSV Korbach), hier gegen den Melsunger Alexander Bärthel. Foto: Spitzkopf

 

Torwurf vor vollen Rängen: Mark Potthof (TSV Korbach), hier gegen den Melsunger Alexander Bärthel. Foto: Spitzkopf

 

Vor 800 Zuschauern in der ausverkauften Korbacher Halle war den Mannschaften die Nervosität deutlich anzumerken. Anstatt Hochgeschwindigkeitshandball tasteten sich beide Teams erst vorsichtig ab. Sichtlich beeindruckt von der Kulisse zeigte sich MT-Toptorschütze Merlin Kothe. Am Ende kam das große Talent auf nur ein Tor. „Ich hatte am Anfang nicht viel Wurfglück. Aber die Stimmung hier war einfach geil“, sagte er sichtlich erleichtert nach dem Spiel. Denn für ihn sprang ein anderer in die Bresche: Altstar Petr Hruby. Der tschechische Kreisläufer mit Bundesligaerfahrung machte wohl sein bestes Saisonspiel und war mit elf Toren der überragende Mann auf dem Parkett. „Für einen Landesligaspieler ist Hruby nicht zu verteidigen. Das geht nur im Verbund, wobei dann Lücken für die Rückraumspieler entstehen“, sagte Korbachs-Spielertrainer Florian Ochmann.

Seine Mannschaft kam zwar etwas besser ins Spiel (3:2, 5.), ließ es dann aber an der Effektivität im Angriff vermissen. Was vor allem an MT-Torhüter Fabian Meyfarth lag. Dank des wieselflinken Finn Hujer, dem drei Tore in Folge gelangen, ging Korbach aber wieder 8:7 (20.) in Führung. So ging es hin und her bis es drei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zur spielentscheidenden Szene kam. MT-Außen Alexander Bärthel war nach einem Tempogegenstoß auf und davon. Ochmann rannte hinterher und griff ihm von der Seite in den Arm. Bärthel flog ein paar Meter weit, die Schiedsrichter berieten sich und Ochmann musste auf die Tribüne. „Das war eine Zeitstrafe, aber niemals Rot“, echauffierte sich Ochmann.

Sicherlich war es eine harte Entscheidung, aber auch vertretbar. „Es war auf jeden Fall die spielentscheidende Szene“, sagte MT-Coach Andre Sperl.

Denn in der zweiten Hälfte fehlte Ochmann auf der Spielmacherposition, im Abwehrzentrum und als Coach. Dieser Verlust war für Korbach nicht zu kompensieren. In dem keineswegs unfair geführten Spiel gab es noch zwei weitere Rote Karten gegen Jan Pollmer (42., Stoß gegen Merlin Kothe) und Melsungens Christian Rohde (44., Foul im Tempogegenstoß gegen Benjamin Buchloh). Das war aber nur noch für die Statistik. Sperl warnt trotz des Sieges im Spitzenspiel: „Noch sind wir nicht durch. Wir haben vergangene Saison auch beim Tabellenschlusslicht Eschwege verloren.“

Riesenjubel nach dem Abpfiff: Die Melsunger (von links nach rechts) Björn Kramer, Jonas Pitz, Tim Ploch, Matthias Kienast, Merlin Kothe, Marcel Dietrich und Lukas Franz bejubeln den 38:32-Erfolg ihres Teams im Spitzenspiel gegen Korbach. Foto: Spitzkopf

 

Riesenjubel nach dem Abpfiff: Die Melsunger (von links nach rechts) Björn Kramer, Jonas Pitz, Tim Ploch, Matthias Kienast, Merlin Kothe, Marcel Dietrich und Lukas Franz bejubeln den 38:32-Erfolg ihres Teams im Spitzenspiel gegen Korbach. Foto: Spitzkopf

 

Korbach: Blagus (1. – 44., 9 Paraden, 20 Gegentore), Fingerhut (45.- 60., 5/17) – Potthoff 7, Pollmer 1, Ochmann 2, Hujer 10/5, Müller 2, Alscher 5, F. Schmidt 2, V. Schmidt 1, Buchloh 2.

MT: Meyfarth (25/32), Ullrich (bei einem Siebenmeter)- M. Kothe 1, J. Kothe 4, Schanze 5/1, Petersen 6/2, Hruby 11, Bärthel 4, Kienast 1, Lanatowitz 5, Brüne, Dietrich, Rohde.

Zuschauer: 800.

Schiedsrichter: Budde/Ehlert.

Zeitstrafen: 12:12 Minuten.

Siebenmeter: 5/6 – 3/4.

Von Daniel Schneider und Marcel Glaser Quelle HNA Online

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