TSV Korbach  | Handball

Vorbericht Bezirksoberliga Männer: Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Korbach

Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen vor dem Waldecker Derby in der Handball-Bezirksoberliga der Männer nicht sein: Während der TSV Korbach als Tabellendritter immer noch mit einem Auge nach oben schielt, schwebt die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim nach nur drei Siegen und einem Punktabzug wegen der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls in höchster Abstiegsgefahr. Die Rollen sind so im direkten Aufeinandertreffen am Sonntag in Bad Wildungen (18 Uhr, Ense-Sporthalle) klar verteilt.
 „Die Korbacher sind voll im Rhythmus und laufen ihr System jedes Spiel 60 Minuten lang durch“, weiß Bad Wildungens Trainer Pascal Böcher, was auf ihn und seine Spieler zu kommt. Schon im Hinspiel geriet sein Team mit 16:35 unter die Räder, allerdings weiß er auch: „Da haben wir uns mächtig unter Wert verkauft.“ Denn eine Halbzeit hielt die HSG im September gut mit, ehe in Durchgang zwei der Einbruch folgte – vor allem im Angriff.
Mit dem letzten Auftritt in Zierenberg 23:30 war Böcher nicht zufrieden. „Wir sind sehr hektisch und ungeduldig, was immer wieder dazu führt, dass wir unsere Torchancen in Einzelaktion suchen.“ Der HSG-Trainer weiß: „Diese sind wenig erfolgversprechend und führen zu vielen Ballverlusten.“ Geduld und das Auge für die Mitspieler fordert Böcher in den kommenden Spielen, gerade auch gegen Korbach. „Wir haben wunderbare Einzelspieler, aber das bringt uns in unserer Sportart nicht weiter. Den Ball laufen lassen und viel Bewegung ohne Ball muss her. Und genau das ist unser Ziel für Sonntag.“
Auf der Gegenseite weiß auch Harald Meißner, dass der kommende Gegner trotz des Tabellenstandes nicht zu unterschätzen ist. „Bad Wildungen ist spielerisch gar nicht so schlecht und lässt gut den Ball laufen. Aber es ist eben eine junge Mannschaft und ihr fehlt die Erfahrung“, sagt der Korbacher Trainer.
Für ihn liegt der Schlüssel zum Spiel in einer guten Defensivarbeit – angefangen bei der Rückzugsbewegung. „Wir müssen das Tempospiel unterbinden und Bad Wildungen in das gebundene Spiel zwingen“, skizziert Meißner die taktische Marschroute für den Sonntag. Denn eines haben die letzten Spiele gezeigt: Steht der TSV in der Abwehr kompakt, ist diese derzeit für viele Gegner nur schwer zu überwinden.
Genau so wichtig dürfte sein, dass die Korbacher Spieler mit einer anderen Einstellung in die Partie gehen, als vor Wochenfrist gegen Waldau, wo trotz des 30:19-Sieges vor allem im Angriff kaum etwas zusammenlief. „Wir dürfen den kleinen Funken Leichtfertigkeit im Hinterkopf nicht zulassen“, fordert Meißner, der aber auch sagt: „Die Spieler wissen, dass es gegen Waldau kein schönes Spiel war. Nicht für die Zuschauer, aber auch nicht für die Spieler. Gegen Bad Wildungen wollen wir jetzt ein überzeugendes Spiel abliefern.“
Bei Korbach sind bei beiden Außenspieler Nico Emde und Abd Alkader Altaweel leicht angeschlagen. Pascal Böcher kann in das Derby ohne personelle Probleme gehen.

Thorsten Spohr

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